Archiv für Palästina

Unheimliche Allianzen im Kampf gegen Israel – Eine Retrospektive des weltweiten antisemitischen Irrsinns

Posted in Kategorie, Texte with tags , , , , , on Januar 23, 2009 by stockfisch

Kaum hatte die militante Selbstverteidigung Israels begonnen, kaum war die militärische Antwort der IDF auf den permanenten Raketenbeschuss israelischer Wohnhäuser und Siedlungen durch die islamofaschistische Hamas angebrochen, schon stand sie wieder in Reih und Glied: die altbekannte Koalition der „Friedensbewegten“ sowie Anhängern von klerikalfaschistischen Terrortruppen vom Schlage der Hamas oder Hisbollah. Schon wurden 20 Jahre alte Flugblätter rausgekramt und etwas auf den neuesten Stand gebracht, die alten Palifeudel aus der Mottenkiste geholt oder bei H&M im Dutzend gekauft, stand die Gemeinschaft der Freunde „unterdrückter Völker“ von links bis rechts auf einer Linie mit Befürwortern von Selbstmordattentaten, islamischen Gottesstaaten und anderen Widerlingen. Die deutsche Linke marschiert eifrig mit, wenn es wieder einmal gegen den „zionistischen Menschenfeind“ geht – den Staate Israel, diesen „Hort des Bösen“, der gnadenlos und selbstredend nur aus „rassistisch-imperialistisch-kolonialistischen“ Motiven Krieg gegen die palästinensische Zivilbevölkerung führt. Das völlig gerechtfertigte Eingreifen der israelischen Armee gegen die antisemitische Terrorgruppe Hamas reichte aus, um die unterschiedlichsten Gruppierungen, die sich sonst vermutlich geflissentlich ignorieren würden, an einen Tisch bzw. auf die Strasse zu bringen. Auf den zahlreichen Demonstrationen, die seit Beginn der israelischen Offensive in ganz Europa stattfinden, wehten u.a. in München, Berlin und Düsseldorf einträchtig Antifa-Fahnen neben palästinensischen, libanesischen, saudi-arabischen und anderen Nationalfahnen hochemanzipatorischer Staaten. In München wurde am Rande einer „Gaza-Solidemo“ versucht, das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus zu beschädigen, auf allen anderen Demos waren Parolen von „Intifada bis zum Sieg“ über „Kindermörder Israel“ bis hin zu „allahu akbar“ und „Tod Israel“ zu hören. In Hamburg wurden Schilder mit der Aufschrift „Geben sie Zionismus keine Chance“ hochgehalten, Hamas- und Hisbollah-Flaggen geschwenkt und grüne Hamas-Stirnbänder getragen. In Duisburg bewarfen Teilnehmer einer von der islamischen Gemeinde Milli Görüs initiierten Demonstration ein Fenster, in dem eine israelische Fahne hing, mit Steinen und anderen Gegenständen. Die Polizei verschaffte sich schliesslich gewaltsam Zutritt zu der betroffenen Wohnung und entfernte unter dem Jubel tausender Demonstranten die israelische Fahne. Außerhalb Deutschlands wurde der Hass auf den „zionistischen Völkerfeind“ noch heftiger ausgelebt, in London kam es zu Auseinandersetzungen vor der israelischen Botschaft, ähnlich wie in Athen, wo es am 30.12.2008 am Rande einer Demonstration ebenfalls vor dem israelischen Konsulat zu schweren Straßenschlachten kam. Verantwortliche für die israelfeindlichen Krawalle in Athen waren übrigens – Petitesse am Rande – die von der deutschen Linken in den letzten Wochen so hochgelobten und achso emanzipatorischen griechischen Anarchisten, die nach dem tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen 15-jährigen im Athener „Szenekiez“ Exarchia alles kurz und klein schlugen, was Ihnen vor die Pflastersteine und Molotov-Cocktails kam und die nun gemeinsam mit den Stalinisten der griechischen Partei KKE zusammen gegen Israel demonstrieren. In Wien manifestierte sich ebenfalls der weltweite antisemitische Wahnsinn in Form von Großdemos mit bis zu 7000 Teilnehmern, darunter nahezu die gesamte ausserparlamentarische Linke, insbesondere hervorzuheben die sogenannte „Antiimperialistische Koordination“, die schonmal Geld für den „irakischen Widerstand“ sammelte. Die linke italienische Zeitung L`Unita veröffentlichte ein Interview mit Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum, in dem dieser ungehindert Selbstmordattentäter als „Helden des palästinensischen Widerstands“ hochleben lassen konnte. Bezeichnenderweise wurde dieses Interview unkommentiert auf der Seite von „de.indymedia.org“ veröffentlicht.
Mittlerweile haben es die militanten Israelhasser nicht nur bei Drohgebärden gelassen, in Toulouse, London und Helsingborg(Schweden) wurden Brandanschläge auf Synagogen bzw. jüdische Gemeindehäuser begangen, in der dänischen Stadt Odense schoss ein Palästinenser in einem Einkaufszentrum zwei Israelis nieder. Allein in London wurden seit dem 29.12.2008 fast 30 antisemitische Anschläge registriert. Auch in Deutschland wurden jüdische Symbole angegriffen, im Nazi-Erlebnis-Park Mecklenburg-Vorpommern gab es im Januar bislang 3 Anschläge, u.a. in Rostock, wo mehrere Scheiben des jüdischen Gemeindehauses eingeworfen wurden. Zwar sind die Attacken in Mecklenburg-Vorpommern wohl der Neonazi-Szene zuzurechnen, allerdings machten die „Nationalen Sozialisten Rostock“ duch Schmierereien a la „Freiheit für Palästina“, „Zionismus zerschlagen“ und „Intifada“ klar, welches Maß an Sympathie sie für islamische Mörderbanden aufbringen. Es wächst zusammen, was zusammengehört…
Wir wissen auch nicht, welches Ausmaß der antisemitische Mob noch annehmen wird, und was man Ihm entgegensetzen kann. Die wenigen Demos bzw. Kundgebungen, welche sich klar für Israel und sein Recht auf (bewaffnete) Selbstverteidigung aussprachen, zogen insgesamt weniger Menschen an als zwei „Gaza-Soli-Demos“ an einem Wochenende zusammen. Dennoch stellen diese zumindest einen Anfang dar und sind unbedingt zu unterstützen, auch wenn man manchmal, wie zuletzt in Göttingen oder Kassel, um seine körperliche Unversehrtheit fürchten muss.
In diesem Sinne:
LANG LEBE ISRAEL

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